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Moderation von Stakeholder-Dialogen und von Beteiligungsverfahren
Sie stehen vor einer Weichenstellung über die nähere Ausgestaltung Ihres städtebaulichen Projekts und wollen die Stadtgesellschaft und weitere Stakeholder an der Entscheidungsfindung beteiligen, um die Akzeptanz für Ihr Projekt zu erhöhen. Wir unterstützen Sie dabei mit einem strukturierten Stakeholder-Dialog oder der Ausrichtung einer Planungswerkstatt. Ebenso können wir die Moderation eines öffentlichen Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch für Sie übernehmen.
Was ist ein moderierter Stakeholder-Dialog?
Ein Stakeholder-Dialog ist ein von einem Moderator oder einer Moderatorin gesteuerter Diskussionsprozess mit Ihren Stakeholdern, um eine gemeinsame Auffassung zu einer Fragestellung herbeizuführen, die für Sie wichtig ist. Die Situation selbst und die Interessenlage der Stakeholder ist Ihnen im Moment nicht klar. Diese Unklarheit, die in der Organisationswissenschaft mit dem Akronym VUCA (englisch: volatile, uncertain, complex and ambiguous) beschrieben wird, soll durch den Dialog beseitigt werden. Der Stakeholder-Ansatz wurde ursprünglich als ein Gegenmodell für Wirtschaftsunternehmen zum früher vorherrschenden Shareholder-Ansatz entwickelt. Das Unternehmen setzt anstelle auf schnellen Gewinn auf eine dauerhafte Beziehung zu seinen Lieferanten und Kunden, denen es dafür Mitsprache bei der Entwicklung seiner Unternehmensstrategie eröffnet. Heutzutage wird der Stakeholder-Ansatz auch auf andere Organisationen wie Kommunen und Behörden ausgedehnt und um die Aspekte der Nachhaltigkeit und der Corporate Social Responsibility erweitert. Eine langfristige gemeinsame Beziehung zwischen der Kommune oder Behörde und seinen Stakeholdern soll aufgebaut werden. Der hierfür notwendige, strukturierte und moderierte Dialog folgt dem Harvard-Konzept „von den guten Beziehungen zu den guten Lösungen."
Moderation bezeichnet in diesem Zusammenhang die methodisch geleitete Unterstützung von Diskussions- und Entscheidungsprozessen. Im Unterschied zur Mediation steht nicht die Beilegung eines bereits eskalierten Konflikts im Vordergrund, sondern die gemeinsame Entwicklung von Strategien oder Lösungen zu einem frühen Zeitpunkt, wo die Meinungen noch offen und Gemeinsamkeiten möglich sind. Der moderierte Prozess schafft Transparenz über die Ziele, er deckt mögliche Bedenken auf und reduziert so das Risiko späterer Klagen gegen ein geplantes Vorhaben. Ein solch moderierter Dialog kann von sechs Monaten bis zu einem Jahr dauern. In der Regel finden in diesem Zeitraum Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten von der öffentlichkeitswirksamen Eröffnungs- oder Abschlussveranstaltung mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis hin zu Workshops von Kleingruppen zu ausgewählten schwierigen Fragestellungen statt. In besonderen Konstellationen kann ein Dialog mit den Stakeholdern auch im Anschluss an eine politische Grundsatzentscheidung erfolgen, um die Vorgaben der Politik zu konkretisieren und praktikabel zu machen.
Varianten des Stakeholder-Dialogs sind moderierte Planungswerkstätten zu konkreten Projekten in der Stadtentwicklung. Ebenso können auch Öffentlichkeitsbeteiligungen nach dem Baugesetzbuch durch eine Moderatorin oder einen Moderator nach den Prinzipen des Harvard-Konzepts unterstützt werden.
Um welche Dialogprozesse und Beteiligungsverfahren geht es?
- Stakeholder-Dialoge zur Entwicklung von kommunalen Leitbildern, Stadtentwicklungs-, Mobilitäts- und Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten
- Runde Tische mit Kommunen, Behörden, Verbänden und Bürgerschaft zu konkreten Planungsvorhaben
- Planungswerkstätten mit der Bürgerschaft zur Konkretisierung städtebaulicher Vorhaben
- Moderation öffentlicher Bürgerbeteiligungen bei Bauleitplanverfahren nach dem Baugesetzbuch
- Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu kontroversen Infrastrukturvorhaben
Wir bieten an
Die Konzeption, Vorbereitung und Durchführung von Beteiligungsveranstaltungen, vom kleinen Runden Tisch mit sechs Beteiligten bis zur öffentlichen Veranstaltung mit hundert Teilnehmenden (in Kooperation mit geeigneten Partnern), übernehmen wir für Sie.
- Verfahrensdesign: Auswahl der geeigneten Beteiligungsformate, Festlegung von Ablauf und Zeitplan
- Vorbereitung: Stakeholder-Analyse, Erarbeitung von Informationsunterlagen, Einladungsmanagement
- Durchführung: Moderation der Veranstaltungen, Strukturierung des Dialogs, Umgang mit konträren Positionen
- Klärung der Wirksamkeit und faktischen und politischen Bindungswirkung von Ergebnissen
- Dokumentation: Protokollierung der Beiträge und Ergebnisse, Auswertung und Aufbereitung für die Auftraggeber
Für wen geeignet?
Moderationsleistungen im Rahmen von Dialog-Prozessen werden vor allem von Kommunen und Behörden in Anspruch genommen, die die Kommunikation mit ihren Stakeholdern professionell gestalten oder sich bei öffentlichen Beteiligungen unterstützen lassen und dabei von der Neutralität eines externen und in der Sache kundigen Moderators profitieren wollen. Darüber hinaus können Verbände und Unternehmen Moderationsleistungen nutzen, wenn sie bei der Vorbereitung von Beteiligungsprozessen Unterstützung benötigen.
Sprechen Sie uns an
Sie stehen vor einem umfassenden Stakeholder-Prozess oder planen ein Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch? Wir besprechen in einem ersten Gespräch, welches Format passt und wie wir Sie kommunikativ unterstützen können.
Kontakt aufnehmenDr. Jörg Wagner
Goerdeler Straße 11
33102 Paderborn
Telefon: [Platzhalter – folgt]
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